„Trigger-glücklich werden“ für ein voll gelebtes Leben – Kelly Bryson

Text komplett von Kelly Bryson

 

Eines Tages werde ich nicht mehr zulassen, dass der Zustand des Bewusstseins und der emotionalen Frequenz eines*r anderen meinen Bewusstseinszustand oder mein Glücksniveau bestimmt.

Wie und warum leiden wir als Reaktion auf den Bewusstseinszustand anderer?

Das Schlimmste was passiert, wenn ich meinen Verstand und mein Herz als Reaktion auf den Schmerz und die Unbewusstheit des anderen verenge/unterdrücke, wenn ich die Person verurteile, die mich verurteilt, blockiere ich die Heilung in beide Richtungen: von mir zu ihnen und von ihnen zu mir. Dann versuche ich, meinen Angreifer dazu zu bringen, meinen Schmerz zu hören, oft indem ich versuche, ihn darüber aufzuklären, wie schlecht er mit mir kommuniziert und wie unwahrscheinlich es ist, dass seine Strategie des Beschuldigens, Beschweren oder Kritisierens funktionieren wird. Dies wäre lustig, wenn es nicht die Tatsache gäbe, dass dieser Kreislauf des Verurteilens des Verurteilenden und des Kritisierens des Kritisierenden die Quelle von so viel Schmerz und Gewalt ist.

In jedem Moment, in dem ich zulasse, dass sich die Quelle der Wahrheit, der Empathie, des Mitgefühls und der Verletzlichkeit öffnet, tritt das Licht der Heilung, des Bewusstseins, jener speziellen Form der Empathie, die man Mitgefühl (Compassion) und Erwachen nennt, sowohl in mir als auch in der Person hervor, die ihren Schmerz mir gegenüber ausdrückt. Auch wenn dieser Schmerz oft auf eine Art und Weise ausgedrückt wird, die wir als reaktionär, projizierend oder defensiv bezeichnen würden, wird er eine Verbindung schaffen, wenn ich mein Herz öffne und mich verbinde. Wenn ich versuche, dem*r anderen zu erklären, was er*sie tut, führt das in der Regel zu einer Unterbrechung der Verbindung.

Wenn ich Dinge sage wie: „Kannst du nicht sehen, dass du nur reagierst oder projizierst?“, oder „Du bist in deinem Ego“ usw., das löst natürlich noch mehr Reaktion aus. Aber wenn ich mich daran erinnern kann, wie wichtig es ist, nicht einfach nur etwas zu tun, sondern für eine Weile innezuhalten. Sich selbst in die Gegenwart dieses JETZT zu bringen und dem*der anderen mit aufmerksamer, gedankenloser Achtsamkeit zu begegnen. Mit anderen Worten „einfach nichts tun“ mit totaler Präsenz. Nichts tun, während ich mir meines eigenen Bewusstseins bewusst bin. In Verbindung mit anderen, mit dem wachen Bewusstsein einer Katze, die ein Mauseloch beobachtet.

http://languageofcompassion.com/

Am 17.12.21 gefunden im Adventskalender von Muutos e.V. gemeinnützig

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